Fotoausstellung: Kindheit zwischen Trümmern
Wie wir gemeinsam mit Initiator Ahmad Salah und der Wegrand Stiftng den syrischen Kriegsalltag sichtbar machten und einen Dialog für mehr gesellschaftliches Verständnis schufen.

Die Ausgangslage – Die Frage nach dem „Warum“
Ende 2015 floh Ahmad Salah aus Syrien nach Deutschland, nachdem er bei einem Rettungseinsatz für Zivilisten in der umkämpften Stadt Douma ein Bein verloren hatte. Inmitten einer oft hitzigen gesellschaftlichen Debatte und der unausgesprochenen Frage vieler Menschen „Warum bist du hier?“, suchte der heutige Informatikstudent nach einer Antwort. Mit den unter Lebensgefahr entstandenen Bildern des Fotojournalisten Firas Abdullah (u.a. veröffentlicht im „Spiegel“) wollte er die Realität zeigen. Eine Realität, die nicht nur aus Zerstörung besteht, sondern den Alltag, die unglaubliche Resilienz, den Schmerz und auch das Lachen der wahren Leidtragenden des Krieges zeigt: der Kinder.
Konzeption, Netzwerk & visuelles Storytelling
Als kreativer Partner stand Kreativwerden Ahmad Salah mit umfassendem Know-how und einem starken Netzwerk zur Seite, um seiner Vision eine Bühne zu geben. Wir unterstützten ihn intensiv bei der Konzeption und der gesamten Organisation der Ausstellung. Um den Besuchern einen direkten, menschlichen Zugang zu Ahmads Fluchtgeschichte zu ermöglichen, produzierten wir zudem ein professionelles Video-Interview. Darin erzählt Ahmad seine persönliche Geschichte von der Zeit im syrischen Douma bis zu seinem Ankommen in Deutschland – ein zentrales Element der Ausstellung, das den Bildern eine persönliche Stimme verleiht.
Das Ergebnis – Ein Raum für Dialog und direkte Hilfe
Nach der erfolgreichen Eröffnung in der Glashalle des Landratsamtes Tübingen ging die Ausstellung auf Wanderschaft durch die Region Reutlingen/Tübingen. Das Projekt schaffte es, die Menschen abseits von Online-Debatten direkt zu erreichen und das Verständnis zwischen Alteingesessenen und Neuankömmlingen nachhaltig zu fördern. Gleichzeitig bot die Ausstellung die Möglichkeit, Waisenkindern durch Spenden konkret zu helfen. Realisiert wurde dieses Herzensprojekt in starker Kooperation mit der Stadt Tübingen (Gleichstellung und Integration), dem Landratsamt Tübingen (Kulturreferat), der Wegrand Stiftung sowie TüNews International, die dem Projekt eine Sonderausgabe widmeten.

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